Gemeinsame Presseerklärung der Gemeinden Ehrendingen, Freienwil, Obersiggenthal und Untersiggenthal

Die Gemeinden Ehrendingen, Freienwil, Obersiggenthal und Untersiggenthal wandten sich im Januar 2020 gemeinsam gegen das Regionale Gesamtverkehrskonzept OASE. Sie bezeichneten das Projekt als unfertig, welches massgeblich verbessert werden muss und nicht nur die Stadt Baden, sondern auch die Nachbargemeinden vom Verkehr entlasten muss. Auch aus der Bevölkerung und den örtlichen Institutionen kam heftiger Widerstand.

Der Kanton hat nun aus den Ergebnissen des Anhörungsverfahrens die richtigen Schlüsse gezogen und will die Planung zur OASE im Raum Baden-Wettingen auf dem Stand Zwischenergebnis (keine Festsetzung im Richtplan) belassen, überarbeiten und neue Lösungen aufzeigen. Davon nehmen die Gemeinden befriedigt Kenntnis und sie begrüssen dieses Vorgehen nachdrücklich. Im Raum Siggenthal, Höhtal und Hertenstein soll es keine Verlierer geben.

Die Gemeinden Ehrendingen, Freienwil, Obersiggenthal und Untersiggenthal erwarten nun, in die weitere Planung eingebunden zu werden. Als politisch legitimierte Körperschaften sind sie auch bereit mit der IG OSN in Form einer überregionalen Arbeitsgruppe konstruktiv zusammen zu arbeiten und Lösungen zu entwickeln.

An ihren gemeinsamen Forderungen vom Januar 2020 halten die Gemeinden fest:

  • Entwicklung eines umfassenden, griffigen Mobilitätsmanagements
  • Sicherstellung der Zu- und Abflüsse bei den Autobahnanschlüssen der A1
  • Berücksichtigung der Auswirkungen von Drittprojekten auf den Raum Baden in die Gesamtplanung (z.B. Bau und Linienführung der Limmattalbahn im Zusammenhang mit der Teil-Umnutzung der Hochbrücke, neuer Rheinübergang in Koblenz, geplante Autobahn in Deutschland entlang des Rheins)
  • eine Entlastung von Baden darf nicht einseitig zulasten der umliegenden Gemeinden gehen
  • Massnahmen, um den Verkehr stadtauswärts zu dosieren und gleichzeitig den ÖV zu bevorzugen

Ebenfalls halten die Gemeinden an ihren jeweiligen individuellen Forderungen fest.

 Forderungen Obersiggenthal:

  • Entlastung Landstrasse K 114 analog Bruggerstrasse vom motorisierten Verkehr
  • Kein Schwerverkehrskorridor durch Obersiggenthal
  • Keine negativen Auswirkungen auf vorgesehene Richtplanung „Erscheinungsbild Landstrasse“
  • Verminderung der Attraktivität des motorisierten Individualverkehrs, insbesondere durch Begrenzung von Parkmöglichkeiten in der Innenstadt von Baden