Gesamthaft wurden 2019 rund 732‘000 m3 Trinkwasser gefördert. Davon stammten 31 % aus Quellen und 69 % aus dem Grundwasser. Der Wasserverbrauch lag somit ungefähr im langjährigen Durchschnitt. Der Brunnenmeister und seine Mitarbeiter mussten zu 18 Wasserleitungsbrüchen ausrücken (Vorjahr: 32); 13 Schäden betrafen private Hausanschlussleitungen, bei den übrigen 5 handelte es sich um Schadstellen am öffentlichen Versor­gungsnetz (Vorjahr 22 und 10).

2019 wurden 730 m alte Wasserleitungen ersetzt (Sanierung Kornweg und General-Guisanstrasse sowie Haldenstrasse und Sternenstrasse West, Nussbaumen). Somit wurden in den letzten 10 Jahren (2010 bis 2019) insgesamt 4.5 km des 48.5 km langen Netzes ersetz (= 9.3 %). Bei einer zu erwartenden Le­bensdauer von 50 bis maximal 100 Jahren besteht ein jährlicher Erneuerungsbedarf von durchschnittlich 1.5 % oder 730 m pro Jahr (= 7.3 km in 10 Jahren). Es wurden somit 2.8 km zu wenig ersetzt. Bei einem mittleren Laufmeterpreis von 800 Franken entspricht dies einem Investitionsrückstand von ungefähr 2.2 Mio. Franken.

Gemeinsam mit der Elektrizitäts-Genossenschaft Siggenthal (EGS) und der Energiestadt Untersiggenthal richtete die Wasserversorgung Obersiggenthal an der Gewerbeausstellung UNdOb einen Stand ein, um der Bevölkerung ihr Wirken und die Thematik rund ums Trinkwasser näher zu bringen. Das Interesse war sehr gross und der Stand war gut frequentiert. Aufgrund des regen Austausches mit den interessierten Besuchern zeigte sich, dass die Wasserversorgung Obersiggenthal in der Öffentlichkeit positiv wahrgenommen wird und sich die Bevölkerung stark mit ihrem Trinkwasser verbunden fühlt.

Alle massgeblichen Proben haben zum Zeitpunkt der Entnahme den mikrobiologischen Anforderungen der Lebensmittelverordnung entsprochen. Bei den Quellfassungen Hertenstein, Lindenweg sowie Unterer und Oberer Böndler und beim Grundwasserpumpwerk Aue wird das Trinkwasser mittels einer UV-Entkeimungsan­lage behandelt. Aufgrund des neuen gesetzlichen Grenzwerts für Abbauprodukte des Pflanzenschutzmittels Chlorothalonil wurde das Rohwasser aus den Quellen Hertenstein und Lindenweg-Ebni in chemischer Hinsicht beanstandet. Das mit Chlorothalonilsulfonsäure belastete Rohwasser aus diesen beiden Quellen wird seither in den jeweiligen Reservoirs derart mit unbelastetem Wasser verdünnt, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte bei der Abgabe des Trinkwassers an die Kunden eingehalten werden. Die detaillierten Kenn­zahlen zum Obersiggenthaler Trinkwasser wie z. B. Wasserhärte oder Nitratgehalt sind im Internet unter www.trinkwasser.ch zu erfahren.

Weitere Fragen zum Trinkwasser im Allgemeinen und speziell zur Versorgung in Obersiggenthal beantwortet Ihnen gerne der Leiter der Wasserversorgung, Urs Meier, unter 056 / 282 58 02 oder wasserversorgung@obersiggenthal.ch.