
Wie den Medien bereits entnommen werden kann, führt die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) im Winter 2011/2012 in der Nordschweiz seismische Messungen durch. Dabei wird mit leichten, künstlich erzeugten Vibrationen der Untergrund erforscht und abgebildet. Ziel ist es, zusätzliche Erkenntnisse über die geologischen Strukturen des Untergrunds zu gewinnen. Die Messungen finden in den beiden Standortregionen Jura Ost und Nördlich Lägern statt. Die Messlinien gehen über die eigentlichen Kerngebiete hinaus, um auch die angrenzende Gesteinsgeometrie erfassen zu können. Die seismischen Messungen werden mit Vibrationsfahrzeugen oder kleinen Sprengungen in wenige Meter tiefen Bohrlöchern durchgeführt. Dies führt zu leichten Vibrationen in unmittelbarer Nähe des jeweiligen Messpunkts. Die Fahrzeuge bewegen sich entlang von vorgängig markierten Linien, welche nach Möglichkeit den bestehenden Strassen und Wegen folgen. Es können aber auch Messungen im Gelände nötig sein. In Obersiggenthal werden die Messungen bis etwas 24. Februar durchgeführt. Um die seismische Messung zu kalibrieren, werden im Vorfeld Bohrungen (vergleichbar mit Erdwärmesondenbohrungen) benötigt, welche bereits von der Abteilung Umwelt geprüft und bewilligt wurden. Für die Messungen braucht es die vorgängige Zustimmung der jeweiligen Grundeigentümer. Diese werden von der im Auftrag der Nagra arbeitenden Permitfirma Müller und Milchrahm KG kontaktiert. Die eigentlichen Messungen werden durch die Firma DMT GmbH. & Co KG ausgeführt.
Informationen Nagra
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